Er kam extra nach Köln-Müngersdorf in die Wassermannhalle, um als Gastgeber bei seinem STRASSENKICKER.CUP 2017 persönlich dabei sein zu können, Lukas Podolski! Mittendrin waren die Jungs des Fußball-Leistungszentrum Frechen (FLZ). Ob als Helfer der Turnierleitung, Teambetreuer, Auf- und Abbauhelfer oder allgemeiner Ansprechpartner: Die FLZ-Spieler hatten alle Hände voll zu tun, um mitzuhelfen, das Hallenturnier erfolgreich über die Bühne zu bringen. Aber es ist ja auch nicht das erste Mal, dass sie zusammen mit Podolski ein Turnier organisieren. Schon letzten Sommer standen sie ihm bei seinem STRASSENKICKER.CAMP in Köln zur Seite.

„Die Jungs vom FLZ haben beim Cup gezeigt, was sie drauf haben. Mir hat es riesen Spaß gemacht, mit ihnen zusammen zu arbeiten“, zeigt sich Lukas Podolski begeistert von seinen Helfern. „Der Umgang mit Lukas ist auf Augenhöhe“, so die beiden FLZ-Trainer Malte Strahlendorf und Willi Breuer. Von Profi zu Profi, könnte man sagen.

Die Trainer loben besonders die bemerkenswerte Leistung ihrer Spieler, die sich um die zahlreichen Kinder und Jugendlichen in den Altersklassen U7 bis U13 über zwei Tage fast rund um die Uhr gekümmert hatten. „Hier ist man so etwas wie Teamführer, Tröster und Motivator in einer Person“, so die FLZ-Kicker. Sie selber nutzen das Fußball-Leistungszentrum als Chance, um sich neben einer professionellen sportlichen Ausbildung auch neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu erarbeiten. In der Trägerschaft der Gold-Kraemer-Stiftung fördert das FLZ, in Kooperation mit den Gemeinnützigen Werkstätten Köln, der Agentur für Arbeit und dem Landschaftsverband Rheinland die derzeit 14 jungen Männer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren gezielt für ein selbstbestimmtes Leben. Sie erhalten aufgrund ihrer geistigen Behinderung oder ihrer Lernbehinderung nicht nur eine besondere sportliche, sondern vor allem auch eine pädagogische Hilfe. So lernen viele von ihnen auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden.Durch ihr Engagement außerhalb eines Fußballplatzes, wie das beim STRASSENKICKER.CUP 2017, zeigen die Männer ihre Fähigkeiten, immer selbstbewusster und eigenverantwortlicher ihr Leben und Handeln zu gestalten. „Man traut ihnen hier etwas zu und nimmt sie ernst“, so der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland, bei seiner Stippvisite, der sich für die FLZ-Spieler gleichzeitig wünscht, dass auch Arbeitgeber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr Mut haben, Menschen mit geistiger Behinderung Verantwortung zu übertragen und einzustellen.